Betriebskosten – GWG – Anlagegut

Alle Kosten, die als Selbständiger für Ihren laufenden Geschäftsbetrieb notwendig werden, sind Betriebsausgaben. Eine Betriebsausgabe, die steuerlich geltend gemacht werden kann, mindert den zu versteuernden Gewinn. Ihre steuerliche Belastung sinkt.

Die wichtigste Regel dafür lautet: Kein Kauf ohne Beleg mit vollständigen Angaben nach den Anforderungen des Finanzamtes. Alle Belege müssen sorgfältig archiviert werden, um einer steuerlichen Prüfung standzuhalten.

Betriebskosten, die für den laufenden Bertriebsfluss notwendig sind, werden als Aufwendungen gebucht. Sie gehören zum Umlaufvermögen und sind in voller Höhe abzugsfähige Betriebsausgaben.
Dazu zählen einerseits beispielsweise Rohstoffe, Waren, Produktionskosten, Fremdleistungen und andererseits Miete, Energie, Heizung, Wasser, Reparatur und Instandhaltung, Versicherungen, Personalkosten, Reisekosten, Telefon und Internet, Marketing u.v.m..

Auch Anlagegüter verursachen Kosten. Sie gehören steuerlich nicht direkt zu den Betriebsausgaben. Das Anlagegut gilt als längerfristig im Betrieb eingesetztes Wirtschaftsgut und erhöht somit das betriebliche Anlagevermögen. Es verliert jedoch mit der Zeit an Wert. Dieser Wertverlust wird mit Abschreibungen, der Absetzung für Abnutzung (AfA) steuerlich als Betriebsausgabe geltend gemacht.

Hier gibt es den Unterschied zwischen „selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter“ und „nicht selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter“. Ein Wirtschaftsgut ist nicht selbständig nutzbar, wenn es nur im Zusammenhang mit anderen Wirtschaftsgütern seine eigentlichen Funktionen ausführen kann.

Nicht selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter werden als reguläre Anlagegüter auf Anlagekonten gebucht.
Hierzu zählen z.B. der Computer (ohne Monitor nicht nutzbar), Monitor, Drucker, Scanner (keine Kombinationsgeräte und externe Datenspeicher), Softwareupdates, Elektromotoren, PKW-Anhänger u.s.w..

Kleinteile, Ersatzteile, Zubehör, Pflege- und Wartungsartikel o.Ä. werden nicht als Wirtschaftsgut behandelt und als Betriebsausgaben in normale Aufwandskonten gebucht.

Selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter sind unter anderem Firmenfahrzeuge, Maschinen, Möbel, Laptop, Handy, Spezialsoftware, Multifunktionsgeräte.

Selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter zum Anschaffungswert von 250,01 EUR bis 800 EUR gehören in die Gruppe der GWG (Geringwertige Wirtschaftsgüter § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG).

Eine Alternative zur Sofortabschreibung ist der Sammelposten nach § 6 Abs. 2a Satz 1 EStG mit einem Höchstwert bis 1000 EUR je Wirtschaftsgut. Hierbei wird die Gewinnminderung vom laufenden Jahr durch eine Abschreibung auf 5 Jahre verteilt.

Je Wirtschaftsjahr ist nur eine Abschreibungsmethode zulässig. Eine Vermischung der Sofortabschreibung von GWG’s und die gleichzeitige Buchung von weiteren Wirtschaftsgütern in den Sammelposten ist nicht zulässig.

Alle Höchstgrenzen (250, 800, 1000 EUR) beziehen sich auf den Nettowert, auch für Selbständige ohne Vorsteuerabzugsrecht. Sonderangebote, Rabatte, Skonti etc. vermindern die Anschaffungskosten.

Alle selbständig nutzbaren Wirtschaftsgüter oberhalb dieser Kostengrenzen werden im Anlagevermögen als reguläres Anlagegut erfasst und nach den Vorschriften der AfA-Tabellen abgeschrieben.

MonKey Office erzeugt schnell und sicher alle Abschreibungsbuchungen zum letzten Tag des Wirtschaftsjahres.
Alle Anlagegüter markieren -> rechte Maustaste -> Abschreibungsbuchungen erzeugen -> bestätigen -> fertig.
Alle Abschreibungsbuchungen werden mit ihren korrekten Werten automatisch in die Buchhaltung übernommen.
Hier finden Sie ausführliche Informationen zur Anlagenbuchung in MonKey Office.

Blogbeiträge erscheinen am ersten Mittwoch jeden neuen Monats.

Archiv