Coronahilfe verbuchen

Wir haben von unseren Anwendern Anfragen seitens der Verbuchung von Coronahilfen in MonKey Office erhalten.

Aus diesem Grund möchte ich Ihnen Buchungsvorschläge der DATEV für den Kontenrahmen SKR 03 und SKR 04 vorstellen.

In den vorgegebenen DATEV-Kontenrahmen sind keine vorab festgelegten Konten für Buchungen im Zusammenhang mit den Wirtschaftshilfen der Corona-Krise eingerichtet.

Die nachstehenden Kontenvorschläge sind mögliche Konten. Sie können ebenso eigene Konten einrichten, wenn Sie diese namentlich eindeutig der Coronazeit zuordnen möchten.

Bei der Anlage eigener Konten raten wir, ein zuständiges Konto aus der vorgeschlagenen Kontenklasse zu duplizieren. Die freie individuelle Kontonummer sollte sich innerhalb dieser Klasse befinden. Die genaue Zuordnung muss geprüft bzw. eingerichtet werden.

Überbrückungsgelder der Corona-Krise

  • Corona – Soforthilfe
  • Corona – Überbrückungshilfe I, II und III
  • Corona – Neustarthilfe
  • Außerordentliche Wirtschaftshilfe: November-, Dezemberhilfe

Gemäß der Herausgabe der „Kurzfakten zum Corona-Soforthilfeprogramm des Bundes“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie werden die Hilfsgelder ertragssteuerlich als steuerpflichtige Betriebseinnahme gebucht. Sie beeinflussen damit den zu versteuernden Gewinn in der Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer.

Die Corona-Hilfsgelder werden als Zuschüsse behandelt und unterliegen keiner Umsatzsteuerpflicht – Ausnahme ist die Erfüllung des § 277 Abs. 1 HGB.

Die Zuordnung dieser Konten befindet sich in der Klasse/Gruppe „Sonstige betriebliche Erträge“.

Weitere Infos unter: https://apps.datev.de/dnlexka/document/1009136

Im EÜR Formular sind diese ‚Neutralen Erträge‘ in der Zeile 15: „umsatzsteuerfreie, nicht umsatzsteuerbare Betriebseinnahmen (auch Hilfen/Zuschüsse aufgrund der Corona-Pandemie) sowie Betriebseinnahmen, für die der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer nach § 13b UStG schuldet“ einzuordnen.

In der E-Bilanz erfolgt kein gesonderter Ausweis für Corona-Soforthilfen. Die Eintragung erscheint bei „Andere sonstige betriebliche Erträge“ (Taxonomie-Versionen 6.3 und 6.4. sind finalisiert).

Für Rückzahlungen gelten folgende Konten:

Die Zuordnung dieser Konten befindet sich in der Klasse/Gruppe „Andere betriebliche Aufwendungen“.

Rückzahlungen beeinflussen ebenfalls Ihre Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer und verhindern überhöhte Steuerzahlungen.

Im EÜR Formular sind diese ‚Neutralen Aufwendungen‘ in der Zeile 66 bei „Übrige unbeschränkt abziehbare Betriebsausgabe (auch zurückgezahlte Hilfen/Zuschüsse aufgrund der Corona-Pandemie)“ einzuordnen.

In der E-Bilanz erfolgt kein gesonderter Ausweis für Corona-Soforthilfen. Die Eintragung erscheint bei „Andere sonstige betriebliche Aufwendungen“ (Taxonomie-Versionen 6.3 und 6.4. sind finalisiert).


KfW-Schnellkredite, KfW-Unternehmerkredite

Die KfW-Kredite (Kreditbank für Wiederaufbau), welche im Rahmen der Corona-Maßnahmen von der Bundesregierung bis zu 100 % abgesichert werden, sind in jedem Fall rückzahlungspflichtig. Sie können jedoch bis zwei Jahre tilgungsfrei gestellt werden.

Der Geldeingang auf dem Firmenkonto einer Kreditzahlung wird als Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten gebucht.

Die später einsetzenden Rückzahlungen zur Tilgung erfolgen mit Kontentausch. Sie verringern den Saldo dieser mitgeführten Verbindlichkeit bis zum Ausgleich.

Nähere Infos unter: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/KfW-Corona-Hilfe/


i Blockbeiträge erscheinen am ersten Mittwoch jeden neuen Monats.

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